Samstag, 17. September 2011

Achterbahn

Samstag. Müde, aber umso glücklich.

Nachdem ich die letzten beiden Nächte kaum geschlafen habe, weder mein Bad noch meine Dusche benutzt habe - und nein, dass bedeutet nicht, dass ich mich nicht geduscht habe oder meine Zähne geputzt habe -  und eigentlich nur noch durch mein Stockwerk gerannt bin, ging heute Morgen nichts mehr.

Sämtliche Glücksgefühle nach einem unglaublich tollen Football Spiel der Bulldogs gegen Potomac, dass wir, also die Bulldogs, gewonnen haben, waren heute Morgen verflogen. Es war 6 Uhr als ich wach wurde. Totmüde, aber nicht mehr fähig einzuschlafen. Die Angst vor den mittlerweile 19 Crickets, von denen ich leider nur 13 töten konnte - ja, das bedeutet die Anderen rennen irgendwo im Stockwerk noch rum - war einfach zu groß. Als ich dann mit Mama geskypt hab, ging nichts mehr. Ich hatte wirklich keinen Bock mehr. Die letzten 2 Tage waren einfach genug. Nachdem ich schon am Donnerstag nicht auf mein Cluster Meeting konnte, weil ich mir wegen einer Cricket, die in meiner Dusche saß, die Schulter gezerrt habe, war ich sowieso schon schlecht drauf. P. sah Abends nach, ob sie immer noch da ist. Nein, natürlich war sie nicht mehr da. Freitag Morgen dann - mit gigantischer weiblicher Intuition - die Dusche gecheckt. Und zwar 3 Mal. Natürlich kam dann erst die Cricket raus -.-" Total entnervt nach oben und da seh ich ihn. Benjamin. Ich dacht echt, ich werd nicht mehr. Erst mal A. gerufen und sie nur so:"Das ist nur ein Blatt!" - "Ähm, ne. Ich seh Benjamin" - "Du hast ihn gesehen?" - "A.! ICH SEHE IHN!!!" Wir dachten Beide, dass er tot ist, A. wollte also einfach ein Tuch holen, da bewegt er den Kopf! Okay, Glasschüssel drüber, P. kann ihn heut Abend in die Freiheit entlassen. So ises dann auch passiert. Leb wohl, Benjamin :) Abends dann aufs Spiel, 35 zu 7 gewonnen. AWESOME!
Und trotzdem war ich heut Morgen einfach fertig, am Ende und deprimiert. Erster Satz von Mama:"Wie siehst du denn aus?" Danke. Aber sie hatte Recht. Man sah es mir wirklich an.
Bider, Postkarten und Erinnerungen
Nach einem langen Gespräch mit A. und P. haben wir dann beschlossen, dass ich umziehe. Nach oben. Wo keine Crickets sind. Was super viel Arbeit bedeutete. Um 11 bin ich dann aber los, weil ich mich mit Annelie in Washington treffen wollte. Nach einer kleinen Führung zum Weißen Haus, einem super genialen Restaurant und dem FBI Gebäude sind wir wieder heim gefahren. Und gleich treff ich mich wieder mit ihr zum Target Shopping. Fön kaufen und so. Und Bademantel, Glätteisen. Sowas halt. Und vor allem kam ich nach Hause und P. war fertig. Er hatte das alte Büro komplett leer geräumt und mein Bett bereits ab und wieder aufgebaut. Ich war total geschockt. Und ich liebe mein neues Zimmer. Es ist zwar um einiges kleiner als mein altes Zimmer, aber damit kann ich voll und ganz leben. Baum direkt vorm Zimmer und Sonne :)
Mein gigantisches Bett <3


I'm feeling like I'm home.

PS: Danke Mama. Du bist einfach unschlagbar ♥

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